Über Fructo-Free

Willkommen bei Fructo-Free!

Immer mehr Menschen leiden unter einer Lebensmittelunverträglichkeit, manchmal, ohne es zu wissen. Und es ist nicht selten, dass man, wie ich auch, jahrelang an Beschwerden leidet, von Arzt zu Arzt rennt, letztendlich als psychosomatischer Fall abgestempelt wird und plötzlich verschwinden die Blähungen, Kopfschmerzen, die Müdigkeit usw., nur weil man Milch, Mehl oder Fruchtzucker weglässt. Oft sogar erst durch eine Kombination aus mehreren Komponenten.

Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich hier bei Fructo-Free mit der Fruktoseunverträglichkeit, die sehr oft auch mit der Laktoseunverträglichkeit einhergeht. Daher sind alle Rezepte sowohl fruktosearm, als auch laktosefrei. Obwohl inzwischen viele Menschen Probleme damit haben, Fruktose ausreichend im Darm zu verarbeiten, und gerade auch mit zunehmenden Alter Fruktose schlechter verdaut werden kann, fristet die Fruktoseintoleranz im Gegensatz zu der Laktoseintoleranz oder der Glutenunverträglichkeit ein Schattendasein. In sehr vielen Restaurants gibt es bereits glutenfreie Alternativen, die Regalreihen sind voll mit glutenfreien Produkten, auch laktosefreie Produkte findet man zum Glück immer mehr. Fruktosearme Produkte oder spezielle Gerichte in Restaurants sind selten. Kaum einer kennt sich mit der Fruktoseunverträglichkeit aus. Neulich fragte ich im Reformhaus nach fruktosearmen Produkten und bekam Dattelriegel angeboten (Datteln haben einen sehr hohen Fruktoseanteil!). Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändert!

Ich möchte Anregungen geben, wie ihr Euch auch mit einer Unverträglichkeit abwechslungsreich ernähren könnt. Ich beschränke mich hierbei auf die intestinale, also erworbene, Fruktoseintoleranz, die angeborene erfordert eine viel striktere Diät. In erster Linie möchte ich diejenigen ansprechen, die tatsächlich auch an einer Unverträglichkeit leiden, aber natürlich auch alle anderen, die sich generell mit einer gesünderen und zuckerarmen Ernährung beschäftigen möchten. Denn Fruktose, Zucker (der auch zu 50% aus Fruktose besteht), Rohrzucker , Glukosesirup usw. ist heutzutage in sehr vielen Fertigprodukten enthalten, achtet mal auf die Zutatenliste, auch wo man es nicht so vermutet, in glutenfreien Produkten, selbst in meinem einen laktosefreien Hüttenkäse! In Kombination mit den gesunden Obst und Fruchtsäften, Kuchen, Keksen usw hat man schnell eine hohe Menge an Fruchtzucker bzw. Zucker aufgenommen, das zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Wir nehmen unbewusst viel mehr Zucker auf als wir denken. Also auch für Nicht-Intolerante ist eine fruktosearme bzw. zuckerreduzierte Ernährung nicht uninteressant!

Eine fruktosearme Ernährung klingt erstmal nach Verzicht. Auch ich dachte zu Anfang, was kein Zucker mehr? Wenig Obst und Gemüse? Allerdings merkte ich, wie es mir nach und nach besser ging, vor allem verschwand bei richtiger Ernährung komplett die Müdigkeit, die mich sonst nach einer größeren Mahlzeit übermannt hatte. Von den schlimmen Darmbeschwerden ganz abgesehen. Zu Anfang aß ich auch noch löffelweise Traubenzucker, was mir nebenbei gemerkt auch nicht sonderlich bekam, um den Süßhunger zu stillen. Aber recht schnell hat sich der Körper umgewöhnt und ich verspürte kaum mehr Verlangen nach zuckerhaltigen Produkten.

Zu Beginn ist es recht mühsam zu lernen, welche Produkte fruktosearm sind und welche nicht. Gerade die ersten zwei bis drei Wochen, die Karenzzeit, können schwierig werden. Ich habe unter der Rubrik „Informationen“ mal zusammengetragen, welche Produkte fruktosearm sind und welche eher gemieden werden sollten. Wobei wir bei noch einem wichtigen Punkt sind: Meine Rezepte sind Vorschläge, jeder hat eine andere Toleranzgrenze, der eine verträgt Banane, der andere nicht, einer problemlos eine ganze Papaya, der andere nur ein Stück. Nicht jedes Rezept ist für jeden geeignet, aber je besser ihr Euren Körper und Eure Toleranzgrenze kennt, umso genauer wisst ihr, welches Rezept/welches Lebensmittel für Euch geeignet ist und welches nicht. Ich war übrigens bis zu Beginn meiner Fruktoseunverträglichkeit Vegetarierin. Da ich aber sonst zu eingeschränkt bin, habe ich angefangen, etwas Fleisch in Form von hochwertigem Huhn und Fisch in meinen Speiseplan zu integrieren. Daher sind nicht alle Rezepte vegetarisch, aber ich bevorzuge auf jeden Fall die vegetarische Küche.

Ich hoffe, ich kann Euch ein wenig inspirieren und dazu beitragen, besser und zufriedener mit Eurer Unverträglichkeit umzugehen bzw. zuckerärmer zu leben, ohne dass ihr das Gefühl habt, auf etwas verzichten zu müssen.